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Es ist Abend. Ein Tag geht langsam zu Ende. Ein einzelner Tag, dass ist doch eigentlich nur ein ganz kleiner Teil unseres Lebens.
Und Doch, auch wenn er nur einen kleinen Teil ausmacht, ist er doch von Bedeutung. EIn jeder Tag verändert unser Leben. Mit den Erfahrungen, die wir gemacht haben, werden wir morgen weitergehen.
Tage, die wir in einem Lager, mit unserer Gruppe erleben, bieten ganz besonders viele Erlebnisse.
Wir lernen neue Dinge, auch über uns und die anderen. Wir kommen nicht ohne Konflikte aus, aber auch nicht ohne unsere Freundschaft.

Am Abend ist Zeit zur Ruhe zu kommen. Vor allem wenn wir mit unseren Zelten unterwegs sind, machen wir das nicht selten am Lagerfeuer, meistens in unserer Jurte.
Das Lagerfeuer ist für uns mehr als nur irgendein Haufen bennendes Holz, mehr als ein ganz normales Feuer.
Natürlich, es ist heiß, man kann sich verbrennen und es kommt beizeiten auch einmal vor, dass es qualmt und in den Augen brennt, denn es ist nunmal ein Feuer und bleibt ein Feuer.
Aber eigentlich ist es doch viel mehr. Es ist Sammelpunkt an dem wir alle zusammenkommen. Abends sitzen wir hier in der Wärme des Feuers. Oft haben einige von uns Gitarren dabei und wir singen unsere Lieder aus unseren Liederbücher, die vielleicht einmal erneuert werden könnten (bzw. es gerade werden).
Manchmal kommt es vor, dass wir über den vergangenen Tag und über unsere Erwartungen an den nächsten reden. Und jeder freut sich, wenn er sich hier bei seinen Freunden wohlfühlen kann, sich anlehnen kann. Das Feuer ist faszinierend, es kann uns für seine Zeit verändern.
Früher wollten wir abend immer länger am Feuer sitzenbleiben dürfen und nich nicht in die Zelte, schlafen gehen.
Auch wenn es jetzt ab und an vorkommt, dass der ein oder andere doch schon einmal eher ins Bett/Zelt möchte, so kommt es genauso auch vor, dass wir zu später Stunde hier am Lagerfeuer sitzen und unseren Tag Revue passieren lassen.
Hier haben wir Zeit, für uns selber darüber nachzudenken, was wir am vergangenen Tag erlebt haben, was wir gut fanden und was uns weniger gefallen hat.
War unser Verhalten immer richtig? Wir haben die Zeit zu reflektieren, uns selbst zu hinterfragen.


Oder auch zum Sotckbrot oder Marshmallows machen. Auch wenn wir nicht auf dem Lagerfeuer kochen, so nutzen wir es doch dazu, kleiner Dinge zuzubereiten.
So kommt es manchmal auch dazu, dass eine Schüssel Popcorn in der rumgereicht wird.
Und so hat das Lagerfeuer für uns nicht zwangsweise eine besondere Bedeutung, sondern besser gesagt, viele besondere Bedeutungen, auch für jeden einzelnen persönlich.
Und so sitzen wir hier auhc heute Abend und sind froh, dass das Feuer brennt.
von .limo knäcke - veröffentlicht in: Pfadfinder
Tuesday, 4. november 2008 2 04 /11 /Nov. /2008 17:42

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